Sesam öffne dich: Eine Backstage Tour durch den HB Zürich – Sommerevent SwissUPA
Posted: August 17th, 2011 | Author: Vera Brannen | Filed under: Allgemein, Neuigkeiten | Kommentare deaktiviertEs war ein wunderschöner erster Sommerevent der SwissUPA – wir werden uns nächstes Jahr wieder ein spannendes Programm überlegen.
Sesam öffne dich: Eine Backstage Tour durch den HB Zürich
Als Bahnbenützer kennen Sie den Zürcher HB in-und auswendig. Sie wissen wo Ihr Zug abfährt, wo es guten Kaffee gibt, wo Sie rauchen dürfen und wo Sie sich für einen Zweifränkler die Blase leeren können.
Doch haben Sie sich schon einmal gefragt, was sich hinter den grauen Stahltüren versteckt, auf denen steht: Sesam öffnet sich nur mit Badge?
Diesem Geheimnis wollten wir am 5. Juli, anlässlich des UPA-Sommerevents auf die Spur gehen. Eine solch mutige Expedition verlangt erst einmal nach Stärkung, Deshalb haben wir uns im Restaurant Au Premier mit Spanisch-Nüssli, Martini und Campari Soda die nötige Energie zugeführt.
Leiter auf unserer Erkundungstour war Walter Renggli, als SBB-Legende steht er schon fast selber unter Denkmalschutz. Und Herr Renggli weiss alles: Wieviel Mal der Engel im Jahr gewaschen wird, dass die Bahnhofshalle das grösste freitragende, öffentlich zugängliche Gebäude der Schweiz ist, welche Beizenschilder Denkmalkonform sind und welche bald abgeschraubt werden müssen. Und er weiss auch was sich Herr Fibonachi mit seinen Zahlen ausgedacht hat.
Nach einer spannenden Lektion Geschichte und Mathematik durften wir dann ein erstes Mal durch ein solch geheimnisvolles Portal schreiten.
Über 234 Treppenstufen stiegen wird aufwärts zur Sonnenterrasse des Zürcher Hauptbahnhofes. Welch herrliches Gefühl hoch über den Dächern von Zürich ins Abendlicht zu schreiten und den Himmel über der Stadt zu geniessen.
Ja und wo Himmel ist, da ist auch Hölle, oder eher Höhle – Tunnels um Konkret zu sein. In der Tiefgarage des HB zauberte Herr Renggli zwei Guckfenster herbei und gewährte uns einen Blick in die Zukunft der Durchmesserlinie. Noch waren nur Tunnelröhren und roher Beton zu sehen, im 2015 Züge von Genf nach St. Gallen ohne Wendemanöver durchrauschen werden.
Wie die Züge in den Bahnhof kommen, das wussten wir. Doch wie das Rüebli in die Migros kommt war ein Geheimnis, dass Herr Renggli erst ganz am Schlus Preis gab. Nach einem Marsch über Anlieferrampen schritten wir wieder bekannteren Gefilden entgegen. Immer mehr Migros-Kistli stapelten sich den Wänden entlang: Nachschub für den geschäftigsten Laden des Landes, der übrigens dreimal pro Tag komplett leergekauft wird.
Erneut öffnet sich das Sesam uns spuckte uns wieder aus der Unterwelt aus, direkt in den Pendlerstrom im S-Bahnhof.
Satt mit Infos aber hungrig nach Pizza, machten wir uns ins Restaurant Giardino zum Znacht auf.
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